2. Gleichstellungsplan des Jobcenters Kreis Pinneberg für den Zeitraum vom 01.01.2016 bis 31.12.2019

Nach Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Weiter heißt es: Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Diesem Verfassungsauftrag wird mit dem Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) Rechnung getragen; gesetzliche Regelungen zur Elternzeit und Erwerbstätigkeit und andere Gesetze ergänzen diese Regelungen. Die zum 30.04.2015 in Kraft getretene Novellierung des Bundesgleichstellungsgesetztes sieht insbesondere die Beseitigung von Benachteiligung der Frauen sowie die künftige Verhinderung von Benachteiligungen vor. Die Familienfreundlichkeit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit soll für Frauen und Männer verbessert werden (§ 1 BGleiG). Dazu gehört auch die geschlechtergerechte Sprache. Mit der Novelle verfolgt der Gesetzgeber die Anpassung einzelner Bestimmungen an den Stand der gesellschaftlichen Entwicklung und eine Aufwertung des Gleichstellungs750233 web R K B by Juergen Jotzo pixelio.deplans. Das Bundesgleichstellungsgesetz begleitet nicht nur die gesellschaftliche Entwicklung sondern soll auch Ansporn dieser Entwicklung sein. Daher war und ist die Festlegung von Zielen von zentraler Bedeutung. Im Focus des Jobcenters Kreis Pinneberg steht dabei die Vereinbarkeit der Berufstätigkeit mit den Familien- und Pflegeaufgaben, die Stärkung von Berufsrückkehrerinnen und -rückkehrern sowie die Motivation der männlichen Beschäftigten, sich für Maßnahmen der Gleichstellung zu öffnen (§ 13 Abs. 1 Nr. 2 BGleiG). Ein besonderer Fokus ist auf den Abbau von Unterrepräsentanz einzelner Bereiche (§ 13 Abs. 2 Nr. 1 BGleiG) zu richten. Geschäftsführung, Schwerbehindertenvertretung, Personalrat und Gleichstellungsbeauftragte arbeiten eng zusammen.

Alle Beschäftigten, insbesondere mit Vorgesetzten- und Leitungsaufgaben, sind verpflichtet, die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern. Diese Verpflichtung ist als durchgängiges Leitprinzip in allen Aufgabenbereichen des Jobcenters Kreis Pinneberg sowie auch bei der Zusammenarbeit von Dienststellen zu berücksichtigen (§ 4 BGleiG). Im Jobcenter Kreis Pinneberg haben die Ziele des Bundesgleichstellungsgesetzes im Rahmen der Personalpolitik entsprechend hohe Priorität. Die Umsetzungsverantwortung (§ 11 Abs. 1 Satz 2 BGleiG) liegt nicht nur bei der Geschäftsführung sondern ist eine Hauptaufgabe jeder Führungskraft in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich. Die Gleichstellungsbeauftragte unterstützt die Dienststelle dabei, die Ziele des Bundesgleichstellungsgesetzes zu fördern und zu erreichen. Grundlage für die Erstellung des zweiten Gleichstellungsplanes ist die Aufstellung „Personal-Ist-Bestand" zum 30.6.2015. Der Gleichstellungsplan enthält sowohl die Auswertung dieser Zahlen als auch die angestrebten Ziele aktiver Gleichstellungspolitik. Neu aufgenommen wurde eine Pro-zessbetrachtung über den gesamten Zeitraum. Flankierend wird der Zielerreichungsprozess durch die aktive Einbeziehung des betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützt.

Der Gleichstellungsplan findet für alle Beschäftigten im Jobcenter Kreis Pinneberg Anwendung. Eine Anpassung des Gleichstellungsplanes an die gesellschaftliche Entwicklung kann gegebenenfalls nach zwei Jahren erfolgen.

Der Gleichstellungsplan tritt zum 01.01.2016 in Kraft und gilt bis zum 31.12.2019.

Weitere Informationen:

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Bildnachweis:

Juergen Jotzo  / pixelio.de