Zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt kann es erforderlich sein, seine beruflichen Kenntnisse anzupassen, zu erneuern oder auch zu erweitern, vielleicht sogar, diese erstmals zu erwerben. Dies kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen.

Der persönliche Ansprechpartner (Integrationsfachkraft) klärt im Gespräch den Bedarf nach Qualifizierung ab und zeigt Möglichkeiten und Wege auf, diese zu erlangen und zu finanzieren.


 

Arten der Qualifizierung:

  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

Um die für den ersten Arbeitsmarkt notwendigen Kenntnisse zu vermitteln, können Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung durchgeführt werden, um die individuelle Qualifikation des Bewerbers zu verbessern.
Gefördert werden Maßnahmen oder Tätigkeiten, die zur Verbesserung der Eingliederungsaussichten beitragen.

Dazu zählen Maßnahmen, die:

  • die Eignung für eine berufliche Tätigkeit oder eine Leistung der aktiven Arbeitsförderung feststellen
  • die Selbstsuche und Vermittlung von Arbeitslosen unterstützen, insbesondere durch Bewerbungstraining und Beratung über Möglichkeiten der Arbeitsplatzsuche
  • Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, um eine Vermittlung in Arbeit oder einen Abschluss einer beruflichen Aus- und Weiterbildung erheblich zu verbessern.
  • an eine selbständige Tätigkeit heranführen
  • eine Beschäftigungsaufnahme stabilisieren

 

Umfang der Förderung:

  • Während der Maßnahme werden die Leistungen nach dem SGB II weitergezahlt
  • Unabhängig von der Art des Verkehrsmittels erhalten Sie Fahrkosten
  • Bei Bedarf zahlen wir Kinderbetreuungskosten für aufsichtsbedürftige Kinder (monatl. 130,00 EUR/Kind)
  • Lehrgangskosten und Prüfungsgebühren

 
Die Förderdauer richtet sich nach den Inhalten der Maßnahme; bei einem Arbeitgeber (betriebliches Praktikum) darf sie z.B. 4 Wochen, bei einer beruflichen Qualifizierung 8 Wochen nicht übersteigen.


  • Förderung der beruflichen Weiterbildung

 

Die Förderung einer beruflichen Weiterbildung kann die Vermittlungschancen deutlich verbessern. Berücksichtigt werden sollen dabei die individuellen Fähigkeiten, insbesondere der bisherige berufliche Werdegang und Vorkenntnisse, aber auch persönliche Voraussetzungen wie körperliche und geistige Eignung.

Unter Berücksichtigung dieser Faktoren entscheidet die ARGE nach Beratung, inwieweit der Abbau von Qualifikationsdefiziten, dies kann567205_web_r_k_b_by_lupo_pixelio.de z.B. auch ein fehlender Hauptschulabschluss sein, zur beruflichen Eingliederung führen kann. Hierbei kommt der Aufnahme des Arbeitsmarktes und der Mobilitätsbereitschaft eine hohe Bedeutung zu. Ziel ist es, dass der Kunde nach Abschluss der Weiterbildung mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder dauerhaft in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden kann.

Zur Feststellung, ob eine Weiterbildung wegen eines Qualifikationsdefizits notwendig ist, ist es unbedingt erforderlich, dass möglichst frühzeitig eine Beratung durch das Jobcenter erfolgt.
Hierzu sollte ein Termin mit dem persönlichen Ansprechpartner (Integrationsfachkraft) vereinbart werden.

Liegen die Voraussetzungen für eine Förderung vor, erhält der Kunde einen Bildungsgutschein, mit dem die Übernahme der Weiterbildungskosten, der Fahrkosten, ev. der zusätzlich entstehenden Kinderbetreuungskosten und ggf. die Weiterzahlung des Arbeitslosengeldes zugesichert wird.

Zur Selbstinformation bietet die Datenbank - Kursnet - die Datenbank für Aus- und Weiterbildung einen guten Überblick.

 Auswirkungen der Arbeitsmarktinstrumtenreform ab 01.04.2012

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